Was ist eine
Original-Druckgrafik?
Hier streiten sich die Experten. Am meisten
die die nicht wirklich von Metier sind.
Eine Original Druckgrafik ist als solche zu
bezeichnen wo das Motiv vom Künstler direkt auf einen Druckträger gezeichnet,
gemalt oder wie auch immer gebracht wurde. Es ist niemals eine Fotografische
Reproduktion eines bereits bestehenden Bildes (Werkes).
Da es somit kein (zu kopierendes) Original
gibt sondern dieses erst beim Druck entsteht ist das Bild dann eine originale Druckgrafik.
Eine Nummerierung und Limitierung der
Auflagenhöhe sowie eine Handsignatur (früher auch von einem Signierer) ist
üblich.
Die Bezeichnungen für die Auflage und deren
Drucknummer ist links unten z.B..: 5/120 (der fünfte Druck von 120). Wenn der Künstler die Auflage selbst
gedruckt hat - z.B.. bei einer Steinlithographie, kann er links die Bezeichnung
Künstlerhanddruck schreiben.
Vergessen Sie die Zweifel über die
tatsächliche Auflagenhöhe. Die meisten Künstler verkaufen nur sehr schwer
mehr als 250 Exemplare, womit sich eine Falschangabe über die Auflagenhöhe
eigentlich erübrigt.
Der Sinn von Auflagenlimits:
Bei Drucktechniken die einen Verlust der
Qualität bei fortschreitender Auflagenhöhe ist eine Nummerierung bestimmt eine
sinnvolle Sache. Wobei kaum ein Künstler es riskieren wird sein Werk in
verminderter Qualität auf den Markt zu bringen sondern vielmehr die Auflage so
begrenzen wird, dass eine gleichbleibende Qualität gewährleistet ist.
Bei einer normalen Steinlithographie ist eine
Auflage von 300 Exemplaren nie ein Problem. Spezielle Präparierung lassen
Drucke vom Stein in hervorragender Qualität bis zu 10000 Exemplaren zu.
Glücklich der , der diese Menge auch verkaufen kann.
Offset - erlaubt locker 150000 Drucke vom
selben Druckträger.
Digitales Druckverfahren hat kein wirkliches
Limit. hier ist vielmehr darauf zu achten, dass die Farben vom Künstler
verifiziert wurden (was mit seiner Handsignatur klar sein sollte)
und die Farbe (Tinte) hohe Lichtechtheit garantiert. Hier gibt es spezielle
Maschinen die eine "Museumsqualität" garantieren und damit eine
Lichtechtheit von 75 Jahren gewährleisten.....was bei vielen Lithographien oder
anderen klassischen Drucken sicher nicht zutrifft.
Für den Künstler zählt einzig die
Qualität der Umsetzung der Zeichnung auf das Papier.
Künstler haben immer die besten zur Verfügung
stehenden Techniken zur Vervielfältigung benutzt. Es ist ja in ihrem und des
Sammlers Interesse ein möglichst einwandfreies, den Vorstellungen des
Schöpfers entsprechendes Bild zu erzeugen. Vor 100 Jahren war dies eben die
Steinlithographie und für bestimmte Wirkungen ist sie das immer noch. Für
andere gilt das selbe bei einer Radierung oder einem Holzschnitt und für wieder
andere ist es das digitale Druckverfahren.
Sentimentalitäten gibt es hier nur von den
Sammlern denen es mehr um die Wertsteigehrung eines Druckes als um die Qualität
desselben geht.
Reinhard Artberg, Jan 2007
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