Wie Kunst gesteuert wird!

Kaum jemand von Kunstinteressierten Leute mag sich jemals die Frage stellen ob Kunst gesteuert wird und wie das passiert. Kunst wird ja perfekt als beinahe unantastbar verkauft. Es hat sich so weit entwickelt, dass es kaum jemand überhaupt wagt Kritik offen auszusprechen - es könnte ja wirklich peinlich sein wenn man dann als zumindest hinterweltlerisch ( weil nicht offen für alles und jeden Blödsinn ) abgestempelt wird. Man muss doch Multikulturell denken und das auch demonstrieren und man muss auch immer so tun als verstehe man alles. So erklärt es sich dass man dann auch Kunst "versteht" die gar niemand verstehen kann weil es da gar nichts zu verstehen oder zu erfühlen gibt.

Kunst zumindest die die ausgestellt wird - ja so weit ist es schon gekommen  - ist gesteuert von einer Clique die entweder selbst "Kunst" macht oder von Leuten die bestimmen was Kunst ist, also Museumsbeamte und Galerien die durch kräftige Unterstützung irgendwelcher öffentlicher und halböffentlicher Stellen überhaupt erst existieren können. Gerade diese Stellen, oft besetzt mit selbstgefälligen und geltungsbedürftigen Personen, haben größtes Interesse Kunst auszustellen die weder verkäuflich noch irgendwo wirklich erfolgreich ist - erst damit nämlich können sie Subventionen rechtfertigen. Das geht dann so dass man argumentiert derart progressive Kunst zu zeigen dass sie einfach nicht verkäuflich sein kann ...und sowieso - Verkauf von Kunst wird als etwas lasterhaftes hingestellt.

Diese Leute also in öffentlichen und halböffentlichen Stellen sitzend ..bestimmen was ausgestellt wird. Künstler die sich mehr informieren als produzieren besuchen fleißig Vernissagen und pflegen den Kontakt zu diesen Beamten, sie kennen sich also mehr oder weniger gut. Es treffen sich auch vorwiegend die gleichen Leute bei den verschiedenen Veranstaltungen. Sie kennen die Namen und kleine Geschichterln die selten wirklich mit der Kunst an sich etwas zu tun haben. Es liegt also nahe dass genau diese Leute in den entsprechenden Hallen und Häusern ihre Kunst zeigen. Die Leute der Clique loben sich gegenseitig und schaukeln sich damit in eine Wichtigkeit die jeder Realität spottet. Kunst die anders ist und nicht in diese Gruppe von "Künstlern und Ausstellern passt - vor allem Künstler die noch dazu unangenehm kritisieren werden von vorneherein abgeblockt. Diese Künstler haben somit keine Möglichkeit mehr ihre Arbeiten in direktem Vergleich zu stellen. So gibt es für Kunstinteressierte die sich Ausstellungen anschauen nur diese gezeigte Kunst und es fehlt die Relation zu jeder anderen, weil sie ja für einen Interessierten nicht zu existieren scheint. So passiert es dass innerhalb der gezeigten Kunst ein gewisser Vergleichender Prozess stattfindet, der aber nicht relevant ist, da es ja sowieso Kunst mit zumindest ähnlichen Richtungen und Qualitäten ist. Außerdem tut sich da keiner wirklich weh - man ist ja schließlich loial innerhalb dieser Gruppe. Das Resultat ist, dass Künstler die sich dem Diktat der Lobbies nicht fügen, die nicht kooperieren mit zumeist ziemlich voreingenommen denkenden Beamten und Künstlern die sich selbst am meisten loben, ausgegrenzt werden bis sie für die Öffentlichkeit und auch für den engeren Kreis der Kunstliebhaber nicht mehr existieren.

Wen wundert es, dass so Zeitgenössische Kunst an Langeweile nicht mehr zu überbieten ist; dass die Einfalt statt die Vielfalt ihr höchstes Gut zu schein seint und dass sich somit auch in unserer gesamten Gesellschaft nur mehr geistige Stagnation bis Verdummung breit macht.

Kunst sollte interessant sein, positiv sein, sie sollte etwas bewegen und neue Bereiche aufdecken - nicht um der Publicity willen (das machen die Politiker sowieso besser) sondern um uns neue Welten entdecken zu lassen und Menschen die Gefahr laufen dem öden Alltag zu erliegen aus dieser Einbahnstraße herausholen. Kunst soll etwas bewegen, sie soll etwas im unserer Seele bewegen und erreichen sie soll einen Gegenpol zur immer banaler werdenden Denkschemas bilden. Sie wird das aber nicht damit erreichen wenn die Kunst selbst noch banaler ist als der der sie Betrachtet.

Reinhard Artberg  New-Zealand,2004

 

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